Die verschiedenen Arten eines Business-Portraits

Was möchtest du mit deinen Business-Portraits vermitteln?

Ansprechende Business-Portraits der Geschäftsleitung und der Mitarbeiter*innen, Gruppenfotos einzelner Teams oder auch Bilder aus dem Firmenalltag geben deinen Kunden einen Einblick in dein Unternehmen und deine Arbeit. Welche Wahl du für deine Business-Portraits triffst, ist von mehreren Faktoren abhängig. Natürlich ist die zentrale Frage, was du vermitteln willst. Möchtest du klassisch mit Anzug und Krawatte auftreten, oder möchtest du mit den Bildern mehr ein Gefühl von Nähe zwischen dir und deiner Kundschaft erzeugen, in dem du ihnen z.B. auch einen Einblick in eine deiner Freizeitaktivitäten gibst? Hat dein Unternehmen Bezug zum Standort und bietet sich daher vielleicht die Umgebung oder ein Wahrzeichen als Hintergrundmotiv an?

Am Ende des Beitrages findest du auch ein Video zum Thema.

Die Grösse der Firma – ein wichtiger Faktor für die Wahl 

Je nach Grösse einer Firma sind Business-Portraits ein einfacher oder komplexerer Prozess. Ein Unternehmen wie SwissLife mit über 9000 Mitarbeitenden erfordert unter Umständen eine Guideline, in der festgelegt ist, wie ein Portrait auszusehen hat, um Einheitlichkeit zu erlangen. Darin sind alle Angaben, die ein*e Fotograf*in benötigt, um das Bild zu schiessen. Solopreneure hingegen, sind völlig frei in ihrer Wahl der Art eines Business-Portraits. Sie können auch jederzeit neu entscheiden, wie sie sich präsentieren wollen, wenn sie beispielsweise einen Wandel im Auftreten oder im Angebot haben. 

Je grösser die Firma ist, desto schwieriger ist es auch, ein Konzept zu finden, das für alle passt und wo alle mitmachen. Ab einer grösseren Anzahl von Mitarbeitenden (40-50 Personen), gilt es zu bedenken, dass sich nicht jeder wohl fühlt mit dem Fotokonzept. Solopreneure wiederum müssen keine Rücksicht auf die Mitarbeitenden nehmen, weil sie nur sich selbst repräsentieren.

Die klassischen Business-Portraits 

Die bekannteste Art von Business-Portrait kennst du bestimmt – der klassische Studio Shot. 

Er zeigt die Person vor einem neutralen oder dekorierten Hintergrund. Eventuell wird auch eine Greenscreen eingesetzt, damit man das Foto später freistellen und den Hintergrund ersetzen kann. Oder man kann die einzelnen Mitarbeitenden ausschneiden und zusammensetzen für ein Gruppenbild. 

Die Vorteile des klassischen Business-Portraits im Studio sind, dass das Unternehmen Guidelines festlegen kann, wie das Business-Portrait fotografiert werden muss, so dass alle Mitarbeitenden nachher ein gleiches oder ähnliches Foto haben. So kann die Firma die Fotos an die Mitarbeitenden delegieren und jede*r Fotograf*in kann ortsunabhängig das Setup mit Licht und Hintergrund reproduzieren. Das Studio Portrait ist besonders auch für Firmen ideal, die internationale Niederlassungen oder Mitarbeitende haben und daher nur mit erheblichem Aufwand ein Gruppenfoto erstellen könnten. 

Das Business-Portrait vor Ort

Business-Portraits im Unternehmen

Das Business-Portrait in der Firma selbst oder in ihrer Umgebung bietet zahlreiche kreative Möglichkeiten, ist dafür aber um einiges komplexer. So habe ich beispielsweise für Vitodata einmal auf dem Dach mit Pilatus im Hintergrund, einmal im Kellertreppenhaus mit Betonwand als Rückwand und einmal im Büro ihres grossen Gebäudes fotografiert. Das ist relativ schwierig für mich zum reproduzieren. Zum einen sind die Aufnahmen auf dem Dach wetterabhängig (mit „Business-Portraits mit Tageslicht“ verlinken, weiter unten im Text) und zum anderen muss ich für jedes Business-Portrait vor Ort sein. Und wenn eine Firma mehrere Niederlassungen hat, dann unterscheiden sich die Bilder doch voneinander.  

Sandro Strebel

Die Vorteile des lokalen Firmenportraits sind, dass die Betrachtenden einen Bezug zur Umgebung, zum Gebäude, zur Lokalität erhalten. Wenn in den Büroräumen fotografiere, bringt das einen gewissen Wiedererkennungswert mit sich. So sehen Menschen gleich wenn sie in das Büro reinlaufen: „Ah das Bild ist hier entstanden“ und das macht Freude. 

Dieser Wiedererkennungswert kommt auch auf den Social Media Plattformen zum Tragen. Nutzt beispielsweise ein*e Mitarbeiter*in ein solches Portrait für LinkedIn, auf welchem man noch ein bisschen was vom Office mitbekommt, sehen die Leute: „Ah, das erkenne ich. Diese Person arbeitet am gleichen Ort wie die andere Person.“

Business-Portraits mit Tageslicht

Auch beim Tageslicht-Portraits vor Ort ist einer der Vorteile, dass die Betrachtenden den Bezug zur Umgebung, zur Firma oder zur Lokalität kriegen. Outdoor Shots sind allerdings sehr schwierig reproduzierbar, da Faktoren wie Wetter, Tages- und Jahreszeit eine wichtige Rolle spielen. Es ist nicht jeden Tag schön und die Sonne scheint nicht immer gleich rein. Ausserdem finden die Shootings nicht immer zur selben Jahres- oder Tageszeit statt und so verändert sich die Stimmung der Portraits stark.

Portraits ohne Bezug zum Unternehmen

Zum Beispiel sind wir für die CSP AG ins Restaurant Brauwerk. Da habe ich Bilder von Beratern*innen und Projektleiter*innen gemacht, die weg wollten vom Anzug- und Krawattenträger Image. Im Restaurant sassen sich die Mitarbeitenden gegenüber, führten ein Gespräch und sie mussten nicht zwingend direkt in die Kamera schauen. Ergänzend machten wir Bilder im „weekend mode“, das heisst alle haben etwas mitgebracht, das repräsentiert, was die jeweilige Person in der Freizeit macht. Solche Portraits vermitteln mehr das Gefühl von Nähe zum Menschen (wie wenn man ihnen gegenübersitzt) und die Betrachtenden erfahren sogar noch etwas persönliches über sie. 

Weitere Optionen 

Des Weiteren gibt es noch die Entscheidung, ob du dich und/oder deine Mitarbeitenden sitzend oder stehend fotografiert haben möchtest. Ich bin ein Fan von stehenden Portraits, aber im Beispiel von CSP hat das mit dem Sitzen sehr gut funktioniert. Das ist natürlich dein Entschluss, was am besten zu deinem Unternehmen passt und was du damit erreichen möchtest. Gleich verhält es sich mit dem Punkt, ob man direkt in die Kamera schaut oder sein Gegenüber anschauen soll. Möchtest du die Betrachtenden direkt ansprechen oder eher Aufnahmen erzielen, die dich oder deine Mitarbeitenden dokumentieren während deinen/euren Tätigkeiten?

Zusammenfassend

Fragen, die du dir bei der Wahl der Art von Business-Portrait überlegen kannst: 

Was sollen die Business-Portraits vermitteln? Braucht deine Firma die Reproduzierbarkeit? Soll das Konzept sein, dass immer alles genau gleich aussieht oder soll es eine gewisse Flexibilität erlauben? Stört dich die Abhängigkeit von Ort, Wetter, Jahreszeit, Lichteinfall usw.? 

Video

Du liest nicht gerne? Hier das Video zum Beitrag.